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Falang Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.11.2006 Beiträge: 40 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 09.12.2006, 22:09 Titel: Thai Gold |
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Das thailändische Gold und was man darüber wissen sollte.
Gold ist seit Jahrtausenden wohl das Edelmetall, das am meisten unsere Geschichte beeinflußt hat. Für die Thais, aber auch für die gesamte Region Südostasien ist Gold nicht einfach nur ein wertvolles Edelmetall, sondern gilt seit vielen Jahrhunderten als alltägliche Handelsware mit Statussymbol. In Form von Goldschmuck gilt es als Garantie für finanzielle Zahlungsfähigkeit und gleichzeitig als persönlich mitgeführte Sicherheit für Notfälle. Deshalb wird in Südostasien noch viel mehr Schmuck getragen als in Europa.
Ersatzwährung
Gold ist in Thailand eine solide Ersatzwährung und die meisten Thais sparen noch immer lieber in Gold als auf dem Sparbuch. Ein Goldkäufer kann praktisch jeden Tag den Wert seines Goldschmucks beim Goldschmied erfragen und somit sein Erspartes schnell abschätzen. Dabei investieren die Thais nicht nur ihr erspartes Geld in Gold, sondern tauschen auch überflüssiges Geld nur deshalb in Gold um, weil die meisten dies immer noch für sicherer halten, als es auf die Bank zu bringen.
Seit der letzten großen Wirtschaftskrise hat sich natürlich der Glaube an die Sicherheit von Gold verstärkt. Man fürchtet schon die nächste Bankkrise, und hat deshalb mit Goldschmuck etwas in der Hand. Der Besitz wird nach außen hin dokumentiert. Natürlich trägt man nicht sein ganzes Gold herum, sofern man mehrere Ketten oder Ringe besitzt. Schließlich trägt man ja auch nicht sein Sparbuch jeden Tag mit. Bei besonderen Anlässen oder Besuchen wird schon etwas mehr Goldschmuck getragen.
Die Goldhändler
Die Thais sind also eifrige Käufer von Gold: Halsketten, Broschen, Ohrringe, Armbänder und anderer Schmuck. Die Goldverkäufer in den Städten haben sich auf diese große Nachfrage eingerichtet und reichlich Arbeit.
Die meisten Goldläden werden von Chinesen oder Thaichinesen kontrolliert. Gegenwärtig teilt man in Thailand die Goldhändler in zwei Gruppen ein. Die größte davon liegt bei etwa 95 % aller Goldhändler und verkauft 23 karätiges Gold in den landesweiten Geschäften. Die bedeutend kleinere Gruppe verkauft 24 karätiges Gold. Deren Kundschaft sind meistens ausländische Firmen mit einer sehr anspruchsvollen Kundschaft.
Die Goldgeschäfte sind oft nicht nur Einzelhandelsgeschäft sondern auch Pfandhaus und Kreditgeber zugleich. Hier wird Gold gekauft, verkauft und es werden sogar Kredite auf Goldschmuck gegeben. Die Läden haben fast immer scharlachrote Fassaden sowie Glasvitrinen, sind meistens klimatisiert und zur Straße hin offen. Sie verkaufen Schmuck nach Gewicht, es sei denn, ein Stück ist von besonderer Güte.
Viele der Goldhändler verdienen mehr an der Ausfertigung von Schmuck als am Gold selber. Die Gewinnspanne liegt meistens nur bei 5 - 10 %. Goldverkauf ist auch ein Risikogeschäft. Bessere Verdienste lassen sich mit Krediten oder der Pfandleihe machen.
Die interessantesten Schmuckgeschäfte in Bangkok findet man in der Silom Road sowie in der Sukhumvit Road/Ecke Soi 1. Wer meint in den Randgebieten oder kleineren Orten günstiger Goldschmuck kaufen zu können, wird verblüfft feststellen, daß die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Goldpreise auch eingehalten werden. Auch haben selbst kleine Goldläden im kleinstem Dorf es nicht nötig, bei Ankunft eines Ausländers, großzügig Rabatte zu geben, da es immer genügend Kundschaft gibt.
Der Goldgehalt
Schon seit Jahrhunderten wird in Thailand nur hochwertiger Goldschmuck verkauft. Durch den hohen Reinheitsgrad von 95 - 96,5 %, was 23 Karat entspricht, ist das thailändische Gold gelber als europäische Goldlegierungen. Die übrigen 3,5 - 5 % bestehen aus Zusatzmetallen. Dadurch wird das Gold härter und solider für die Verarbeitung, und somit auch widerstandsfähiger für den tagtäglichen Gebrauch. Dies ist auch wichtig, da die Thais mit ihrem Goldschmuck auch Schlafen oder unter die Dusche gehen. Man kann aber auch ohne weiteres Ringe mit 100 % Goldgehalt kaufen. Der hohe Reinheitsgehalt wird vom thailändischem Wirtschaftsministerium als Standard-Reinheitsgrad gesetzlich in Thailand vorgeschrieben.
Die Goldpreise
Die Goldpreise werden von der Regierung reguliert und da die Einheimischen Goldläden als eine Art Bank betrachten, werden die Goldläden auch regelmäßig kontrolliert. In den Schaufenstern der thailändischen Goldhändler ist der jeweilige Tagespreis von Gold angegeben und dieser sollte mit dem aktuellen Marktwert identisch sein. Entscheidend für den Marktwert sind die Börsen in New Yorker und Hongkong.
Wer einmal genau mit dem Taschenrechner thailändisches Schmuckgold mit internationalem Barrengold vergleicht, wird verblüfft feststellen, das thailändischer Schmuck im Schnitt nur etwa 10 % teurer ist als Barrengold! Berücksichtigt man dabei, daß Goldschmuck in Thailand sehr gut verarbeitet wird, ist thailändischer Goldschmuck, nicht nur für Ausländer, immer noch relativ günstig. Für die Thais ist deshalb Gold mit einem geringeren Reinheitsgehalt minderwertig und überhaupt nicht beliebt. Wer in Thailand z.B. versucht 333er oder 585er Goldschmuck zu verkaufen, wird meistens mitleiderregend angeschaut. Niemand wird diesen Goldschmuck als Pfand annehmen, und wenn doch, dann zu einem bedauernswerten Preis.
Das thailändische Goldmaß
Während fast in der ganzen Welt das Gewicht von Gold in Gramm oder Unzen angegeben wird, wird Gold wird in Thailand generell in der eigenständigen Maßeinheit, dem sogenannten Gewichts-Baht gewogen, was in diesem Fall nicht mit der Währungseinheit zu verwechseln ist. Ein Gewichts-Baht hat exakt 15,16 Gramm, was etwas mehr als eine halbe Feinunze ist (1 Unze = 31,103 Gramm).Der in den Fenstern thailändischer Goldgeschäfte angegebene Goldpreis bezieht sich immer auf ein 1 Gewichts-Baht. Das Gewichts-Baht wird noch einmal in 4 Salüng unterteilt. Sa Salüng bedeutet ein Viertel. Deshalb wird auch die thailändische 25-Satang-Münze Salüng genannt.
Arbeitskosten
Die thailändischen Goldschmiede sind wahre Meister in der Verarbeitung von Gold. Thailändischer Schmuck wird weltweit exportiert und die Nachfrage nach thailändischem Goldschmuck und Edelsteinen nimmt stetig zu.
Natürlich besteht die Möglichkeit, sich Goldschmuck nach eigenen Vorstellungen anfertigen zu lassen. Im Goldgeschäft werden alle Details besprochen, man fertigt eine Skizze an und schon nach wenigen Tagen kann man seinen Goldschmuck abholen. Normalerweise werden, neben dem Goldpreis, nur Arbeitskosten von 200 Baht aufgeschlagen. Sollte das gewünschte Stück ausgefallener sein, so können Arbeitskosten von bis zu 500 Baht in Betracht kommen. In der Regel bezahlt man aber nur 200 Baht für die Anfertigung.
In Bangkoks Chinatown gibt es verhältnismäßig viele Goldläden, die eine Anfertigung mit nur 125 Baht berechnen. Ausländer bezahlen allerdings hier das Doppelte, während man in ländlichen Gebieten dasselbe wie Thais, also nur 200 Baht bezahlt. Man sollte deshalb davon absehen, in diversen Goldgeschäften über 200 oder 500 Baht feilschen zu wollen, man macht sich nur lächerlich.
Beim Goldpreis selber sollte man es wie die Thais versuchen. Hier sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Die Schmuckstücke werden gezeigt, man bekommt in der Regel ein Getränk angeboten und den Preis genannt. Natürlich wird viel geredet und es wird versucht den Preis, mit einem Lächeln, etwas zu drücken. Ich selber konnte die Erfahrung machen, daß man durchaus, je nach Kaufwert, bis zu 5 % Rabatt bekommen kann.
Einfuhr in Deutschland
Da Goldschmuck in Thailand günstiger ist als bei uns, verführt dies manchen Urlauber, größerer Mengen mitzunehmen, um ihn hier mit Gewinn wieder verkaufen zu können. Dies wissen natürlich auch die deutschen Zollbehörden. Deshalb sollte keiner dieses Risiko-Geschäft eingehen. Zum einen muß man die Einfuhr von größeren Mengen Gold deklarieren und dementsprechend Einfuhrzoll bezahlen, was jeden kalkulierten Gewinn zunichte macht, und zum zweiten wird das Vergessen einer Deklaration mit harten Geldstrafen belegt*.
* Beim 'Zoll' handelt es sich um die Mehrwertsteuer. Diese beträgt in Deutschland 16 %. Wenn man den Einkaufspreis nicht anhand von anerkannten Dokumenten nachweisen kann, wird garantiert von einem Schätzwert nach deutschem Maßstab ausgegangen. Der Schmuck könnte mehr an 'Zoll' kosten, als beim Einkauf selbst.
Goldgarantie
Auch wenn das thailändische Gold gelber als unseres ist, mit bloßem Auge läßt sich die Qualität von Gold nur schwer abschätzen. Nur qualifizierte Fachleute können anhand des Gewichtes feststellen, ob es sich um echtes Gold handelt. Alle seriösen Händler haben Goldschmuck mit einem Garantiestempel versehen. Der Stempel gibt den Kunden die Garantie kein minderwertiges Gold gekauft zu haben. Der Reinheitsgehalt, z.B. 95 %, wird im Schmuckstück eingeritzt.
Ein seriöser Händler kann sich auch keinen Betrug leisten, er würde sich sofort strafbar machen, müßte sein Geschäft schließen oder eine empfindliche Geldstrafe, alternativ zum Gefängnis, zahlen. In der Branche wäre er jedoch unten durch.
Fachkundige Goldhändler haben aber noch andere Methoden zur Feststellung, ob das Gold echt ist. So ist das Aufschneiden eine weitere Möglichkeit, um die innere Beschaffenheit des Metalls zu sehen oder das Gold wird mit einer sehr heißen Flamme erhitzt. Feuer hinterläßt, so ein Fachmann, niemals Spuren von Ruß auf echtem Gold. Schließlich gibt es noch eine weitere Qualitätsprüfung, bei der man das Gold an ungeschliffener Keramik reibt. Echtes Gold läßt bei diesem Vorgang winzige Metallspänchen zurück.
Die schwarzen Schafe
Natürlich gibt es auch fachkundige oder weniger fachkundige Betrüger. Sie überziehen ihr falsches Gold mit einer hauchdünnen Schicht echtem Gold, um den Käufer zu täuschen. Solche Fälschungen sind manchmal so echt imitiert, daß nur das Aufschneiden hilft, um hier Gewißheit zu bekommen. Aber da gibt es auch clevere Betrüger, die insbesondere vor ausländischen Touristen einen oder zwei Querschnitte machen. Dabei sind die durchgeschnittenen Kettenglieder irgendwie markiert worden und bestehen tatsächlich aus echtem Gold. Die anderen sind natürlich falsch. Die meisten Touristen, die ein Schnäppchen machten, wissen vielleicht bis heute nicht, das sie vielleicht nur zum Teil echtes Gold tragen. Also, lieber zum seriösen Händler gehen.
Der einfachste Betrug ist es vergoldetes Silber als Gold zu verkaufen. Nach ein paar Tagen blättert die obere Goldschicht ab und darunter liegt nur noch Silber. Dann gibt es noch die Masche mit dem Sonderpreis unter der Hand. Sogar eine kostenlose Rückfahrt per Taxi! Inklusive! Natürlich bekommen Sie nichts kostenlos, sondern bezahlen über den Verkaufspreis das Taxi schon mit. Die Masche Sonderangebote sollte man immer mißtrauisch betrachten. Kein seriöses Geschäft gibt Sonderangebote, Rabatte oder Spezialpreise. Keiner verschenkt etwas. Sie kaufen höchstens mindere Qualität.
Sollten Sie also mal tatsächlich günstig Goldschmuck angeboten bekommen, weil angeblich mal der Verkäufer dringend Geld braucht, so fragen Sie sich direkt, warum der Verkäufer nicht zu einem Goldgeschäft geht, wo man sofort Bares bekommen kann.
Gold verkaufen
Goldschmuck läßt sich am besten dort wieder verkaufen, wo man es gekauft hat! Die meisten Händler haben ein tolles Gedächtnis und prägen sich insbesondere Gesichter von Ausländern sehr genau ein. Auch die Original-Quittung schafft eine sofortige Vertrauensbasis. Es sollte auf jeden Fall immer ein vertrauenswürdiges Geschäft sein. Dies rät auch die thailändische Goldhändler-Vereinigung, die z. Zt. vom Präsidenten Herrn Jitti Tangsithpakdi geleitet wird. Goldkauf ist hier eine sichere Angelegenheit mit wenig Risiko.
Mythos Thaigold
Für Thais ist Gold nicht einfach nur ein bedeutendes Edelmetall, sondern gilt als alltägliche Handelsware mit Statussymbol, als Garantie für finanzielle Liquidität und gleichzeitig als persönlich mitgeführte Sicherheit für Notfälle. Schweigen ist Gold, sagt das Sprichwort - doch Gold hat immer seinen Preis.
Der verlockende und betörende Glanz
Die meisten Thais glauben, es sei einfach, Goldschmuck (vor allem Goldketten) nach seinem schillernden Glanz zu bewerten. Aber genauso viele werden leicht von billigen Imitationen getäuscht. Denn die Konsumenten haben in der Regel wenig Erfahrung mit Gold und glauben durchgehend das, was das Verkaufspersonal Ihnen erzählt. Da das kostbare Edelmetall mit dem verlockenden Glanz, gerade in Thailand, zum Teil grosse Unterschiede in der handwerklichen Ausführung, im Preis und seinem Reinheitswert aufweist, sollte jeder Käufer zunächst gewisse grundlegende Informationen einholen.
Doch aufgepasst, um einen Handel zu tätigen, nehmen es manche 'Goldverkäufer' mit der Wahrheit nicht so ernst. Nur gewisse Kenntnisse über das im Handel erhältliche Gold und die kleinen Tricks der 'Händler' können der Kunden davor bewahren, vom Glanz geblendet und betrogen zu werden.
Irrglaube 'Thaigold'
Schon seit Generationen, glaubten die Thais, dass der Goldschmuck den sie kaufen, aus 100 Prozent reinem Gold sei, weil die Verkäufer ihnen dies eben erzählten. Und so ist auch heute noch dieser Irrglaube bei Thais vorhanden. Es kann leicht sein, dass sie einer Thailänderin in der Schweiz eine 24-Karat-Goldkette kaufen, jedoch die Beschenkte ihnen weismachen will, dass eben 'Thaigold' wertvoller sei. In Wirklichkeit hat aber das in Thailand als 'Thaigold' bekannte Gold 'nur' einen Reinheitsgrad von 96,5 Prozent, was 23 Karat entspricht Die übrigen 3,5 Prozent bestehen aus Zusatzmetallen, die das Gold härter und solider für die Verarbeitung, dafür auch robuster für den Gebrauch machen.
Obwohl dieses 'Thaigold' nicht 100prozentig rein ist, wird dieser Reinheitsgrad vom thailändischen Wirtschaftsministerium als Standard in Thailand anerkannt. Gold das einen geringeren Reinheitslevel hat, wird als minderwertig angesehen. Aus dieser Bestimmung ist leicht abzuleiten, dass Gold mit 14 oder 18 Karat, bei Thais ohnehin als absolut wertlos gilt und in Thailand keinesfalls als Pfand angenommen wird.
Gegenwärtig teilt man in Thailand die Goldhändler in zwei Gruppen auf. Die eine, mit einem Inlandmarktanteil von 95 Prozent, verkauft 23karätiges Gold in Geschäften, die über das ganze Land verteilt sind. Die zweite Gruppe besteht aus ausländischen Firmen, die erst vor einigen Jahren in Thailand zugelassen wurden und die den Konkurrenzkampf intensiviert haben. Diese Anbieter decken den Bedarf anspruchsvoller Klientel ab und verkaufen ausschliesslich Reingold - 24 Karat. Obwohl man aus marktwirtschaftlicher Sicht glauben könnte, dass sich die massive Konkurrenz günstig für die Kunden auswirken würde, so ist das leider in Thailand nicht gegeben.
Stempel als Garantie
Im Gegensatz zu anderen 'Konsumgütern', deren Qualität sich durch Anschauen und Fühlen bestimmen lässt, kann die Qualität von Gold nicht mit blossem Auge geschätzt werden. Hingegen ist es einfach, das 'Goldstück' nach einem Garantiestempel abzusuchen. Grosse Goldgeschäfte in Thailand haben den Garantiestempel schon eingeführt, bevor dieser ab 1990 eine obligatorische Massnahme wurde.
Der Stempel eines wohlbekannten Ladens ist genügend Garantie, dass der Kunde kein minderwertiges Gold oder gar Nachahmungen kauft. Ein solcher Stempel gewährleistet auch einen guten Wiederverkaufswert. »Wer sein Gold in Thailand verkaufen will, sollte zu dem Geschäft zurückgehen, wo er es gekauft hat., oder zumindest zu einer Firma die einen entsprechend hohen Standard hat. Wer bei einem weniger renommierten Händler verkauft, wird mit Sicherheit einen tieferen Preis erzielen,« erklärt Jitti Tangsithpakdi, Präsident der thailändischen Goldhändlervereinigung.
Gold ist nicht immer Gold
Durch die zunehmende Konkurrenz bieten ständig kleine Geschäfte ihr 'Gold' zu 'Sonderpreisen' an. Aber solche Anpreisungen sind absolut als Warnung zu sehen und es ist höchste Vorsicht angebracht. Niemand ist bereit Gold zu verschenken und schon gar nicht die Thais.
Wie schon angesprochen, glauben viele Thais (gleichwohl Ausländer!), sie könnten Gold selbst einschätzen. Dies ist indes ein verhängnisvoller Trugschluss, denn ohne komplizierte Testmethoden ist es unmöglich, den Reinheitsgrad von Gold festzustellen. Nur langjährige Erfahrung ermöglich es den Experten, die Qualität eines aus Gold gefertigten Schmuckstücks mit den Augen und dem Fingerspitzengefühl zu bestimmen.
Aufgrund des hohen spezifischen Gewichts von Gold, können qualifizierte Fachleute anhand des Gewichts erkennen, ob es sich um echtes Gold handelt. Weitere Möglichkeiten, verhältnismässig schnell einen Goldgegenstand auf seine Echtheit zu prüfen ist das Aufschneiden, um die innere Beschaffenheit des Metalls zu sehen, oder das Gold mit einer heissen Flamme zu erhitzen. Feuer hinterlässt niemals Spuren von Russ auf echtem Gold. Schliesslich gibt es eine Qualitätsprüfung, bei der man das Gold an ungeschliffener Keramik reibt. Echtes Gold lässt bei diesem Vorgang winzige Metallspähnchen zurück. Wenn man noch Schwefel- oder Salzsäure auf diese Fläche tröpfelt und das Metall seinen Glanz verliert oder gar seine Farbe verändert, ist das betreffende Stück mit Bestimmtheit eine Imitation. Skrupellose Schmuckhersteller überziehen ihr 'falsches Gold' daher mit einer hauchdünnen Schicht echten Goldes, um die erwähnten Qualitätsprüfungen zu täuschen. Solche 'vergoldete' Nachahmung können dann nur mit einem Querschnitt enthüllt werden.
Es zeigt sich also, dass 'Thaigold' nicht mit funkelnden Augen, sondern mit coolem Verstand gekauft werden sollte. Wenn man hingegen in den unzähligen Thaishops in der Schweiz, den 'Goldhandel' betrachtet, so muss man feststellen, dass nachwievor alle 'Fachleute' in Sachen Gold sind, und Höchstpreise bezahlt werden, ohne je etwas von einem Garantiestempel gehört zu haben, geschweige zu wissen was Karat und 'Baht' in diesem Business effektiv bedeuten. Die 'Schlaueren' achten dann überwiegend nur auf das Gewicht und den Preis, dabei selten auf den Reinheitsgrad der angepriesenen 'Goldketteli'. Zweifellos ist das unlogisch, denn für einen niedrigen Preis bekommt man auch nur minderwertige Ware, oder wie war das schon wieder mit dem Verschenken von Gold?
Thailands 'Extrawurst' prägte Mythos
Eigentlich wird in der ganzen Welt das Gewicht von Gold in Gramm oder Unzen angegeben. Einzig in Thailand nicht, dort bedient man sich einer eigenständigen Masseinheit, des sogenannten 'Baht'. Ein 'Baht', gleich 23-Karat-Gold. 'Thaigold' muss exakt 15,16 Gramm wiegen. Diese einzigartige thailändische Goldbewertung hat wohl auch zum Mythos beigetragen, 'Thaigold - das Gold des Goldes zu sein'.
Das Gewicht eines Goldstückes ist also umso massgebender, und andererseits sollte auch der Preis im Auge behalten werden. In den Schaufenstern der thailändischen Goldhändler ist der jeweilige Tagespreis von Gold angegeben und dieser sollte mit dem aktuellen Marktwert 'identisch' sein. Dazu sind die Hongkonger und New Yorker Goldbörsen entscheidend. Es empfiehlt sich, die angegebenen 'Baht' in den uns bekannten Gewichtswert umzurechnen und diesen mit dem internationalen Goldwert zu vergleichen. Denn Goldschmuck wird in Thailand fast ausschliesslich nach Gewicht verkauft. Nur geringe Beträge (ca. 150 - 250 Baht) werden als Arbeitsaufwand auf den Goldpreis aufgeschlagen, im Gegensatz etwa zur Schweiz, wo die kunstvolle Verarbeitung ihren eigenen Preis hat.
In diesem heiss umkämpften Markt, der in Thailand angeblich von Chinesen kontrolliert wird, sollte jeder Gold-Interessent, sich vor Schlagworten wie 'Ausverkauf', 'Rabatt' oder 'Sonder- und Spezialpreis' in Acht nehmen, denn mit solchen Parolen werden meistens Produkte von schlechter Qualität, wenn nicht sogar Fälschungen angeboten. Ein schlauköpfiger Käufer sollte eben nicht nur über das nötige Kleingeld, sondern auch über dazugehöriges Wissen vergfügen, wenn er vermeiden will, hohe Preise für niedrige Qualität zu bezahlen.
Die oben genannten Ausführungen beziehen sich natürlich nicht nur auf Thailänder, sondern auf ALLE Konsumenten, die Gold in Thailand kaufen und wieder verkaufen.
Wie berechne ich den Goldpreis (Mittelkurs, Reingold) in Baht ?
Dazu muss man wissen, dass ein Gewichts-Baht genau 15,16 Gramm und eine Feinunze Gold genau 31,103 Gramm entspricht. Mit dieser Kenntnis kann ich ganz einfach einen beliebigen Internet Währungskonverter aufrufen und gebe jetzt ganz einfach
als Ausgangswährung 0.4874 Feinunze Gold (dem Verhälnis Gewichtsbaht zu Feinunze) an,
berechne als Zielwährung thailändische Baht,
und schon habe ich 1 Baht Gold = so-und-so-viel Baht Währung.
Natürlich aufgrund der verschiedenen Umrechnungen mit kleineren Ungenauigkeiten.
Der Goldkurs für " Ein Baht Gold " war am 10.12.2006 um 03:30 Uhr
Buying price 10456 Thai Baht
Selling price 10556 Thai Baht
Den Tagesaktuellen Goldkurs findet Ihr hier:
http://www.goldtraders.or.th/index_en.php
So, nun wünsche ich Euch viel Spass beim " Goldhandeln"  |
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Tuktuk-Fahrer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2006 Beiträge: 25
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Verfasst am: 05.01.2007, 17:17 Titel: |
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Das Thai Gold ist bei den Thais und anderen Asiaten sehr beliebt.
Aber in Europa wollen es wenige.
Das Thai Gold ist geprägt. "Unser" 14, 18 karätiges Gold ist geschliffen.
Als Schmuck ist 18 karätiges Gold besser, als Kapitalanlage und Schmuck zugleich ist das Thai Gold besser, da man es jederzeit zum Tagespreis verkaufen kann.
8, 18 und 18 karätiger Goldschmuck ist schwer zu einem guten Preis zu verkaufen.
Früher war es für die Thais verboten Geld zu sparen. Ein Konto war nur den Geschäftsleuten vorbehalten.
Also kauften die Thais Gold. So hat sich ein Goldmarkt entwickelt, wie er heute besteht.
Gold kauft man beim Chinesen. Am Besten in China Town. Da gibt es hunderte Gold Shops.
Täglich gibt es einen neuen An- und Verkaufspreis. Dieser richtet sich nach der Feinunze. Dieser Preis wird jeden Tag an der Börse in London ermittelt.
Jede Goldfirma hat seinen eigenen Stempel. Daher sollte man sich merken, wo man das Gold gekauft hat, oder sich eine Expertise geben lassen.
Wenn man das Gold in einem anderen Geschäft verkaufen will, bekommt man wesentlich weniger, oder sie wollen es gar nicht.
Mit dem Preis geht meist noch ein wenig. Viel nicht, da der Goldpreis ja fest ist. Bei den Verarbeitungskosten kann man einen kleinen Nachlass bekommen. Besonders bei Ohrringen, die viel an Arbeitszeit kosten, kann man handeln. Die gibt es meist in 21 Karat, damit sie stabiler sind.
Also, viel Spass beim Goldkauf. |
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Marina
Anmeldungsdatum: 02.08.2011 Beiträge: 1
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Verfasst am: 02.08.2011, 11:14 Titel: |
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| Wir wollen wahrscheinlich Anfang kommenden Jahres auch nach Thai und ich würde gerne wissen, was so Thai Gold überhaupt Wert ist. Wie hier ja schon erwähnt, ist es dort ja ziemlich beliebt und auch hier habe ich schon einige damit gesehen. Dennoch die Frage, was hat das Ganze überhaupt für einen Wert? |
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